Viel Organisatorisches und viel Feiern

Die erste Woche im neuen Land waren wir (Eleonore, Timm, Florian und ich haben am Anfang alles zusammen gemacht) immer von morgens bis Abends (bzw. spät in die Nacht) nur unterwegs und haben das Hostel nur zum Schlafen aufgesucht.

Tagsüber gab es zahlreiche organisatorische Sachen zu erledigen und abends mussten wir so langsam auch in das kolumbianische Nachtleben eingeführt werden. Dies haben dann unsere Buddys übernommen, die uns in Bars im bekanntesten (und auch touristischsten) Partyviertel, dem Parque Lleras mitgenommen haben. War auch wirklich sehr cool! Bei einem Bierpreis von ca. 1,- Euro je Flasche musste ich mich immer wieder an die hohen Ausgaben im St. Galler Leben erinnern und fühlte mich hier sofort wohl ;-)
Lokale Shots wie Wodka mit Pfeffer (schlecht), Wodka mit Orange (gut) oder Wodka mit Kaffeepulver (muss ich nochmal probieren ;-) ) waren zuerst noch sehr fremd, aber man kann sich ja an alles gewöhnen ;-)

Ich, Eleonore und Claudio (beide Schweizer aus Winterthur)

Ich, Eleonore und Claudio (beide Schweizer aus Winterthur)

Richtig anstrengend ist hier in Kolumbien der Besuch beim D.A.S., das in etwa eine Ausländerbehörde ist, bei der man sich die Einreise nochmals bestätigen muss. Im Gegensatz zu dem gesamten restlichen Teil der Bevölkerung wird man dort sehr unfreundlich behandelt und – was ich natürlich gar nicht verstehen konnte ;-) – wurde dort auch nur Spanisch gesprochen.
Da mein deutsches Handy hier in Kolumbien keinen Empfang (auch nicht mit kolumbianischer SIM) hatte, musste ich mir noch ein Neues kaufen (ca. 35 Euro, altes Modell) und bin jetzt auch mobil zu erreichen.
Die Buddys waren auch hier wirklich super! Selbst stundenlanges Warten, wie bei der Kursauswahl, machte denen überhaupt nichts aus.

Entschädigt wurden wir dann abends auch mit den ersten WG-Parties oder mit Besuchen in den ersten Clubs, wie dem Akropolis im Parque Lleras. Dort gab es dann auch noch einen coolen “Liveauftritt” von einem Michael-Jackson-Act, der sich richtig ins Zeug gelegt hat und die Stimmung auch zum Kochen brachte!

WG Party bei den Franzosen

WG Party bei den Franzosen

Club Akropolis

Club Akropolis mit Sicht aus dem VIP-Bereich

Donnerstags gab es die offizielle Einführung an der Uni, bei der wir Austauschstudenten zusammen mit allen Freshmen eine stundenlange und ziemlich langweilige Zeremonie mit viel Gesang und Musik (oft wiederholend) über uns ergehen lassen mussten. Danach wurden wir dann von Tutoren durch die Uni geführt, was noch recht cool war, auch wenn wir das meiste bereits in den Tagen vorher gesehen hatten.

Freitag Abend sind wir dann nach nerviger Suche in unsere neue Wohnung eingezogen, hierzu dann aber später ausführlich mehr ;-)

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Erster Tag in Medellin

Nach dem frühen ins Bett gehen am Ankunftstag wurde ich an meinem ersten richtigen Tag in Medellin (übrigens der 07. Juli 2009) automatisch sehr früh wach. Da ich auch nicht mehr weiterschlafen konnte, entschied ich mich dafür, einfach mal die Gegend ein wenig zu erkunden.

Kelvin, der Leiter des Hostels gab mir hierfür noch eine Karte der Umgebung mit und entschuldigte sich noch dafür, dass es mit dem eigenen Bad nicht geklappt hat. Dafür müsste ich aber jetzt ja auch weniger bezahlen, womit ich aber auch gerechnet hatte.

Zuerst ging ich mal den 200m-Umkreis des Hostels ab, um ein erstes Gefühl zu bekommen. Der erste Eindruck war dann – nach den ersten Schocks am Vorabend – auch sehr gut. Es wirkte alles sehr aufgeräumt, sauber und auch sicher. Auch die Häuser ansich sahen gut aus. Habe mir dann also gleich mal ein entfernteres Ziel auf der Karte ausgesucht und lief Richtung Einkaufszentrum los. Hier wollte ich vor allem Geld wechseln, da ich immer noch keinen einzigen kolumbianischen Peso in der Tasche bei mir trug.Gefrühstückt hatte ich daher auch noch nicht, konnte mir ja ohne Geld nichts kaufen…

Also ab in die Mall um entweder einen ATM oder eine Wechselstube zu finden. Doch Fehlanzeige! War natürlich noch zu früh, sodass alles noch geschlossen war… Wollte mir dann direkt einen ersten Eindruck der Universität machen. Waren auch nur 10 Minuten zu Fuß von der Mall aus.

Hier wurde ich sofort sehr positiv überrascht, es gibt ein echtes Campusgelände (natürlich mit gesicherten Eingängen), das bewusst sehr grün gehalten ist. Auf den Fotos seht ihr einen kleinen Teich auf dem Gelände, der wirklich sehr cool zum Sitzen ist. Aus versteckten Lautsprechern kommt auch entspannende Musik.

Teich an der Uni

Teich an der Uni #2

Mehr zum Ambiente der Uni werde ich jedoch noch später berichten.

Sehr überraschend war es dann, als ich beim Austauschbüro der Uni auch auf einige andere Studenten traf, unter anderem auch Eleonore, Florian und Timm. Mit den Dreien und Florians “Buddy” Manuela haben wir dann auch den ganzen Tag mit lästigem organisatorischen Zeugs verbracht. Ich war hierbei noch sehr froh, dass ich nicht alleine war, denn gerade ohne Spanischkenntnisse wäre ich doch sehr verloren gewesen…

v.l.n.r.: Nancy (Buddy), Tim (aus Holland), Eli, Timm und Ich

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Ankunft im Black Sheep Hostel Medellin

Spät am Abend bin ich nach meinem langen Flug endlich am geplanten Ankunftsort erschienen – dem Black Sheep Hostel. Im Internet hatte ich viele gute Bewertungen gelesen und auch die Homepage hatte auf mich einen sehr guten Eindruck gemacht. Zudem wusste ich, dass eine “andere” Schweizerin (gelte ja auch als Quasi-Schweizer hier) am selben Tag im selben Hostel ankommen würde. Auch sie studiert übrigens als Austauschstudentin an der EAFIT (mehr kommt später).

Gut, habe also erstmal – froh endlich angekommen zu sein – im Hostel eingecheckt. Auch hier konnte die zuständige Frau mal wieder nur Spanisch, was wieder wie ein kleiner Stich in den Bauch für mich war. Mit meinen paar Brocken und meinem Namen (hatte bereits vorher reserviert) konnte dann aber doch schnell alles geklärt werden und schon hielt ich den Schlüssel zu meinem Schlafgemach in meiner Hand.

Mit einem erschöpften Grinsen im Gesicht schloss ich also mein Einzelzimmer mit eigenem Bad (so war es gebucht) auf – doch schon kam der nächste Schock! Mein “Schlafgemach” bestand aus einem Zimmer, dessen einziger Inhalt ein Doppel-Hochbett war. Schränke, Ablagen, Nachttisch suchte ich vergebens. Auch ein Bad war nirgendwo zu erkennen. All’ dies war mir nach der langen Reise jedoch total egal und so bezog ich schnell mein Bett (was mich an meine Zivizeit in der Jugendherberge erinnerte), ging ins nahe Gemeinschaftsbad und ließ mich – nach einem kurzen Telefonat mit meiner Freundin – erschöpft ins Bett fallen.

Bilder habe ich leider noch keine gemacht, werde aber ab und zu ein paar von meinem Mitbewohner klauen ;-)

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Mein Flug nach Kolumbien

Meinen Flug habe ich über eine Flugpreisvergleichsseite zusammengestellt. Gebucht habe ich dann bei Travelstart.de, was aber gar nicht so günstig (ca. 1460 Euro Hin- und Zurück) war. Scheint jedoch der normale Preis zu sein, unter dem es fast gar nichts gibt.

Geflogen bin ich mit Air France, was in meiner Verwandtschaft wegen den aktuellen schlechten Nachrichten eher ungern gesehen wurde ;-) Aber egal, gebucht war gebucht und mir selber machte das auch überhaupt nichts aus.

Geflogen bin ich dann wie folgt:

  • Abflug Bremen um 6:25am Ortszeit
  • Ankunft in Paris um 7:55am Ortszeit und Abflug um 10:40am – ziemlich viel Zeit, die man in Paris aber auch brauchen kann. Ich hatte Glück, dass bei mir alles gut lief.
  • Ankunft in Bogota um 2:35pm Ortszeit und Abflug um 4:10pm – dies war der Plan, aus dem leider nichts geworden ist, weil meine Maschine aus Paris Verspätung hatte. Bei der Einreise in Kolumbien muss man auch bereits mit seinem kompletten Gepäck beim ersten Inlandsflughafen durch den Zoll. Musste also erstmal Gepäck abholen, durch den Zoll, dann wieder mit Gepäck einchecken und wieder in den Boarding-Bereich.
  • Ankunft in Medellin war um 5:09pm Ortszeit geplant, hat sich dann jedoch durch meinen verpassten Flug um ca. 1:20h verzögert. Hatte aber noch großes Glück, dass mein Abholservice immer noch mit meinem Namensschild wedelte und ich dann direkt zu meinem Hostel gefahren wurde, was nochmal ca. 30 Min gedauert hat.

Der Abholservice war übrigens ein kostenloses Angebot meiner kolumbianischen Uni, was ich sehr freundlich fand. Während der Fahrt ist mir dann auch mein erstes großes Problem bewusst geworden: Ich kann kein Spanisch! So sehr ich auch wollte, konnte ich also mit dem freundlichen Chauffeur kein Gespräch in Gang bringen, da ich kein Spanisch und er kein Englisch sprechen konnte. Hier wurde mir dann zum ersten Mal bewusst, dass es ziemlich blöd war, nur mit den geringsten Spanischkenntnissen in ein südamerikanisches Land zu reisen…

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Impfungen für Kolumbien

Zu meiner Reisevorbereitung gehörten zahlreiche Impfungen, die zwar nicht benötigt werden, aber empfohlen werden.

Für mein Austauschland Kolumbien wurden mir von meinem Hausarzt Impfungen gegen die folgenden Krankheiten verabreicht:

  • Tetanus
  • Polio
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Typhus
  • Gelbfieber
  • Tollwut

Vor allem Tollwut war hierbei nervig, weil diese Impfung in drei Teilen verläuft. Das bedeutet, dass man an drei verschiedenen Terminen zum Arzt fahren muss, was bei mir aufgrund der Entfernung (ca. 1 Stunde) ätzend war.

Neben meinen Impfungen habe ich auch eine “Reiseapotheke” von meinem Arzt verschrieben bekommen, damit ich mich im Notfall vor Ort auch selbst verarzten könne (was nun aber gar nicht notwendig ist, da es auch einen wohl recht zuverlässigen Uniarzt mit Büro auf dem Unigelände gibt).

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Willkommen!

Herzlich willkommen auf meinem Blog über mein Austauschsemester an der EAFIT Universidad in Medellin, Kolumbien!

Ich bin noch unsicher, ob ich direkt “von vorne” anfangen soll, oder “ab heute” schreibe. Für eine bessere Übersicht ist vermutlich “von vorne” besser, auch wenn dann die aktuellen Sachen erst nach und nach kommen. Bei Kritik bitte immer einfach gleich Kommentare hinterlassen ;-)

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